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Fachgespräch

„Klimaschutz – Eine Frage des Geldbeutels?“
Konzepte und Handlungsempfehlungen für eine sozialverträgliche Energiewende

Datum: 14. Februar 2017, 10:00 – 16:30 Uhr
Ort: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Reichstagufer 14, 10117 Berlin, Saal 5-6

Hintergrund zum UFOPLAN-Forschungsprojekt „Sozialverträgliche Gestaltung von Klimaschutz und Energiewende in Haushalten mit geringem Einkommen“

Die sozialverträgliche Gestaltung von Klimaschutz und Energiewende ist eine wichtige Bedingung für deren Akzeptanz und Erfolg. Das betrifft nicht nur die Energieeffizienz von Geräten des täglichen Gebrauchs und das Verhalten bei ihrer Nutzung, sondern auch die sozialen Herausforderungen bei der energetischen Sanierung von Wohngebäuden. In den vergangenen Jahren sind der Energiebedarf der privaten Haushalte und die Kosten für Haushaltsenergie (Strom und Wärme) gestiegen. Die Kostenhöhe ist abhängig von verschiedenen Faktoren, die nicht ausschließlich im Zusammenhang mit der Energiewende stehen. Von den Kostensteigerungen sind besonders Haushalte mit geringem Einkommen, wie Bezieher und Bezieherinnen von Sozial- und Transferleistungen oder auch Geringverdienende betroffen, da sie einen hohen Anteil ihres Einkommens für Energie aufwenden müssen. Wichtig ist zudem, dass sich auch Haushalte mit geringem Einkommen energetisch sanierten Wohnraum leisten können. In der öffentlichen Diskussion führen diese Aspekte zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den bestehenden Rahmenbedingungen der Energiewende. Fragen einer sozialverträglichen Gestaltung der Energiewende rücken in den Vordergrund.

Im Rahmen des UFOPLAN-Forschungsvorhabens „Sozialverträgliche Gestaltung von Klimaschutz und Energiewende in Haushalten mit geringem Einkommen“ untersuchen adelphi, das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS), die Forschungsstelle für Nachhaltigkeit und Klimapolitik (FNK) und die Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH (GWS), wie auch Haushalte im unteren Einkommenssegment an Klimaschutz und Energiewende teilhaben können. Unterstützt werden die Projektpartner durch Prof. Dr. Schmidt-De Caluwe (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Prof. Dr. Deinert (Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Sozialrecht an der Universität Göttingen) und Dr. Neumann (ehem. Leiter des Energiereferats der Stadt Frankfurt am Main). Das Projekt stellt zunächst die aktuellen sozialen, rechtlichen und energiepolitischen Rahmenbedingungen umfassend dar. Auf dieser Basis werden die bestehenden Maßnahmen und das gegenwärtige Regelwerk bewertet. Darauf aufbauend ist Projektziel, Vorschläge für die sozialverträgliche Gestaltung von Klimaschutz und Energiewende zu erarbeiten.